Phasal diagnostics: A critical review
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Zusammenfassung Die Phasentheorie postuliert, dass syntaktische Strukturen nicht in einem einzigen Schritt, sondern vielmehr durch multiple zyklische Derivationen generiert werden. In der einschlägigen Fachliteratur werden CP, vP, DP, PredP und PP als Phasen betrachtet. Konzeptionell geht diese Theorie davon aus, dass Sprache aufgrund der begrenzten Kapazität des Arbeitsgedächtnisses in kleinere Verarbeitungseinheiten untergliedert ist. Empirisch gesehen werden Phasen als Schnittstellensegmente (Interface-Segmente) aufgefasst, die unabhängige Verteilungen über das sensomotorische und das konzeptuell-intentionale System hinweg aufweisen. Zu den Hauptkriterien für die Identifizierung von Phasen zählen Kongruenz, uninterpretierbare Merkmale, Kasuszuweisung, Extraktion, Ellipse und W-Bewegung. Die vorliegende Studie untersuchte die Anwendbarkeit dieser Kriterien auf das Türkische und kam zu dem Befund, dass die meisten von ihnen mit dessen strukturellen Eigenschaften unvereinbar sind. Folglich wird vorgeschlagen, dass dem Konzept der Phase kritischer begegnet werden sollte und dass mehr sprachübergreifende (crosslinguistische) Daten erforderlich sind, um die Validität der Phasentheorie adäquater beurteilen zu können.
Schlüsselwörter: Phasentheorie; multiples Spell-out; Kongruenz; Phasendiagnostik
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